Auch in diesen Jahr fiel es mir nicht wirklich leicht, mich für ein Stück zu entscheiden, aber das ist ja eigentlich ein gutes Zeichen, den es bedeutet, dass es einige wirklich gute Stücke auf der Bühne des Teatro Villamarta zu sehen gab. Und dieser wichtige Preis sollte ja alles mit einbeziehen, sowohl die tänzerische als auch die dramaturgische Qualität und natürlich die Musik.
Hier nur kurz die Gewinner der letzten Jahre:
2020. Manuel Liñán (¡Viva!)
2021. David Coria & David Lagos (¡Fandango!)
2022. Alfonso Losa (Flamenco: Espacio Creativo)
2023. Rafaela Carrasco (Nocturna, Arquitectura del insomnio)
2024. Alfonso Losa & Patricia Guerrero (Alter Ego)
2025. Marco Flores (Tierra Virgen)
Die Entscheidung der Kritiker:innen fiel letztendlich und zu Recht auf Doncellas {Juerga permanente} von Estévez/Paños & Cía, einem großartigen Stück zeitgenössischen Flamenco – Tanzes.
Musikalisch hat der Gitarrist Alejandro Hurtado die höchsten Erwartungen übertroffen, über die ganzen 90 Minuten erfüllt er die Bühne mit seinen makellosen Interpretationen der Stücke von Don Ramón Montoya, einfach grandios.
Die sieben Tänzer zeigen sowohl solistisch als auch in der Gruppe ihre Versiertheit auf allen Gebieten, im Flamenco, in der Danza española und in der Folklore und dramaturgisch werden auch alle Wünsche erfüllt in einer turbulenten Aufeinanderfolge von Szenen, die dennoch eine Geschichte erzählen.
Wir freuen uns jedenfalls sehr. Meine Kritik finden Sie hier.
Fotos: Rina Srabonian
Text: Susanne Zellinger