Arte heißt das Recital von Beatriz Morales, ein kurzer Titel für einen kurzen Blick – 50 Minuten – in das künstlerische Leben einer Tänzerin, von der ich immer denke, dass da mehr sein müsste. Sie ist nicht nur eine gute Tänzerin, sie ist auch ein unglaublich liebenswerter Mensch. Abgesehen davon, dass sie mit ihrer Schönheit und ihren ausgefallenen Looks auf die Titelseite der Vogue gehört.

Schon in der ersten Szene mit ihrem weißen Kleid mit ausladenden Schulterpolstern und großen Lunares sieht man, dass sie sich schon durch ihre Größe von anderen unterscheidet. Ihre Arme scheinen bis in den Himmel zu reichen, wenn sie sie in ihren gewagten Posen gegen eben diesen streckt.
Vom Rock befreit tanzt sie die Alegría in einer fantasievollen Choreografie, die gut gefällt.

Begleitet von den Mellis, an der Gitarre von Ñoño Santiago, Carlos Merino an der Perkussion und dem ohrenbetäubenden Cante von Enrique El Extremeño tanzt sie sich mit kraftvollen Zapateados durch die Bulería, aber hier hätte sie mehr auf die Details achten müssen, wie eben den Sound. Da verliert das Spektakel einfach an Qualität.

Im Programmtext steht – Hier ist die Kunst weder Objekt noch Dekoration: Sie ist eine Art, die Welt zu betrachten, zu fühlen und zu bewohnen – und dafür dankte ihr das Publikum mit viel Applaus.
Beatriz Morales
Arte
Centro Social Blas Infante
7.3.2026
Fotos: Esteban Abión
Text: Susanne Zellinger