Der Flamenco ist ja nicht alles in meinem Leben und so mache ich mich nächste Woche auf nach Chiclana zu einem wunderbaren Festival, das die Frauen in den Mittelpunkt des Geschehens stellt.

 GENERAMMA, das Filmfestival von Frauen, ist ein von der AAMMA -Andalusischer Verband der Frauen in den audiovisuellen Medien- organisiertes Festival, das 2021 zum ersten Mal in Chiclana (Cádiz) stattfand. In diesem Jahr wird vom 15. bis 19. September die sechste Ausgabe stattfinden. Die Leitung obliegt 2026 zum ersten mal Cristina Consuegra, ein Intervew mit ihr finden Sie hier.

 GENERAMMA wurde ins Leben gerufen, um Räume der Begegnung, der Verbreitung und der Unterstützung für Filmemacherinnen zu schaffen. Für dieses Festival ist es von grundlegender Bedeutung, die reichhaltige und vielfältige audiovisuelle Landschaft zu präsentieren, die von Frauen gestaltet wird, sowie Projekte zu fördern und aufstrebende Talente zu unterstützen. Es gibt ja viel mehr Frauen, die in allen Berufsbereichen der Branche audiovisuelle Projekte entwickeln und leiten.

GENERAMMA setzt sich zudem dafür ein, filmische Aktivitäten auf andere Orte und andere Zielgruppen auszuweiten. Das Ziel des Festivals ist es neue Netzwerke und Synergien zwischen Filmemacherinnen, der Branche und dem Publikum zu schaffen. Ein Ort, an dem Geschichten, die von Frauen geschrieben wurden, durch das Kino erzählt, gesehen und reflektiert werden können. Das gesamte Programm können Sie auf der Webseite des Festivals sehen, auf einen Film freue ich mich besonders, denn meine Flamencoseele schläft natürlich nicht.

Remedios Malvarez (Huelva, 1968) ist eine herausragende Filmregisseurin, deren Leidenschaft für den Flamenco auf einzigartige Weise mit ihrer filmischen Kunst verwoben ist. Mit einer Laufbahn, die von ihrer Liebe zu dieser kulturellen Ausdrucksform geprägt ist, ist es ihr gelungen, in jedem ihrer Projekte die Essenz des Flamenco einzufangen und Werke zu schaffen, die nicht nur unterhalten, sondern auch dem Reichtum und der Tiefe dieser Tradition Tribut zollen.

Schon ihre Filme Menese aus dem Jahr 2019 und Fandango aus dem Jahr 2024 haben großes Interesse geweckt und ein besonders schöner Film wird bei GENERAMMA in diesem Jahr gezeigt.

Acuérdate de mí

Acuérdate de mí

Remedios Malvárez | 2026 | España | 76’

In unserem kollektiven Bewusstsein sind eine dunkle Sonnenbrille und ein Lied – Los Campanilleros – als Identitätssymbole von La Niña de la Puebla verankert. Doch nur wenige kennen die wahre Bedeutung dieser Künstlerin mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit. Ihre Musik, ihr Mut und ihr Engagement machen sie trotz ihrer Blindheit zu einer Vorreiterin als Frau und Flamenco-Künstlerin des 20. Jahrhunderts.

Dieser Dokumentarfilm porträtiert die Figur La Niña de La Puebla aus der Perspektive ihrer Enkelin, der Schauspielerin Adelfa Calvo. Es ist die Geschichte des Entstehungsprozesses eines Dokumentarfilms, den Adelfa bereits in jungen Jahren begann, indem sie Interviews mit ihrer Großmutter aufzeichnete, und den sie nun, 25 Jahre nach deren Tod, in ihrer persönlichen und beruflichen Reife zu Ende führen möchte. Eine innere Reise auf der Suche nach den Erinnerungen an ihre Großmutter, die uns die magische Verbindung zwischen den beiden im Laufe der Jahre offenbart.

GENERAMMA

15.-19.09.2026

Chiclana

https://generammafestival.com/